Countdown: Schreibmusik

Musik ist für mich während des Schreibens etwas vom Wichtigsten überhaupt. Ohne schreibe ich fast gar nicht, oder dann sitze ich da und alles ist irgendwie meh. Und mit meh-Stimmung kann ich nicht arbeiten. Es folgt eine Liste mit Musiklisten, und natürlich ein paar spezifische Stücke, die nur zu Cesario Aero gehören.

Im Gegensatz zu Jon Snow hier weiss ich, wie ich an meine Musik komme. Zum Glück muss ich heutzutage mich nicht mehr durch hunderte von Alben hören, mich mit den Charts auskennen oder mich sonst wie abmühen, um an gute Schreibmusik zu kommen.


Ich bin ein Listenmensch. Ich mache für fast alles Listen. Ich habe Leselisten, Bücherlisten, To-Do Listen (wer hat die schon nicht?), eine Bucket List, Serienliste, Filmliste, noch eine Filmliste, eine Reiseliste, eine NOPE Liste, ... Die Liste ist lang.

Und natürlich habe ich mehrere Musiklisten. Für so ziemlich jede Stimmung kann ich aus Songs auswählen. Brauche ich Gemetzel, höre ich z.B. Slipknot. Brauche ich Epik, höre ich Two Steps From Hell.


Hier eine kleine Auswahl meiner Schreibmusik:

Für den NaNo habe ich eine eigene Liste auf iTunes, die mittlerweile ziemlich lang ist. Diese Wiedergabeliste hat sich mit den Jahren von "spezifisch NaNo, spezifisch dieses Projekt" zu einer allgemeinen Schreibmusikliste gemausert. Gefällt mir ein Lied, wird es da reingepackt. Und je nach Lust und Laune angehört.

Soundtracks zu Filmen sind immer gut - jedes Mal, wenn das Theme von Star Trek oder Avengers läuft, recke ich imaginär die Faust in die Luft und juble. Sehr motivierend xD.

Ihr wollt nun wissen, was ich während des Schreibens von Cesario Aero gehört habe, nicht? Zwei der Songs habt ihr bereits, Abbys und Vincents Charaktersong. Der von Takeo folgt noch.

Ich bin ehrlich, meistens habe ich meine NaNo-Liste rauf und runter gehört. Oder die Band Not Waving But Drowning, deren Musik ich damals auf dem Steampunk Blog Clockworker entdeckt habe.

Aber es gibt einige Szenen, die einen ganz bestimmten Song gefordert haben. Da wäre zum Beispiel eine der wichtigsten Szenen des ganzen Buches (die ich hier natürlich nicht verraten werde, wo kämen wir denn da hin): Während des Schreibens dieser Szene habe ich praktisch nur Slipknot gehört, vor allem diesen Song hier. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, mit wildem Herzklopfen zu solcher Musik eine der intensivsten Szenen des ganzen Romans zu schreiben.


Manchmal musste es auch etwas anderes sein, um das richtige Schreibgefühl zu bekommen. Dann habe ich stundenlang Geräuschkulisse aus dem Amazonas gehört. Musste schliesslich wissen, wie sich ein Regenwald anhört.


Ich finde, Schreibmusik ist etwas sehr persönliches, gerade, wenn man wie ich zum Teil Lieder sehr spezifisch aussucht und sehr viel damit verbindet. Aber nur so kann ich schreiben.


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Kommentare: 1
  • #1

    Markus Cremer (Dienstag, 20 Oktober 2015 20:24)

    Hallo Luzia,
    wir haben uns letztes Wochenende auf der BuCon2015 getroffen und ich bin überracht, dass Du ebenfalls der Musik einen so großen Anteil am Schreiben einräumst. Ich hatte schon gedacht, ich bin allein mit der Vorstellung, den Soundtrack zum eigenen Schreiben zusammenzustellen.

    Tatsächlich ist Musik ein wichtiges Thema, da die passende Untermalung hervorragend Stimmungen hervorrufen oder zumindest verstärken kann. In der Hirnforschung wird diskutiert, ob Musik nicht eigentlich eine Verknüpfung von Erinnerungen bzw. Emotionen darstellt. Wahrscheinlich finde ich (wie viele andere auch) Soundtracks so phantastisch, besonders wenn es sich um so legendäre Werke, wie "Lawrence von Arabien", "Der unsichtbare Dritte", "Star Wars", "Robin Hood (von 1938)", "Indiana Jones" oder "Coppolas Dracula" handelt. Gerne auch "Nightmare before Christmas" oder "Miss Marple (von Ron Goodwin)". Die Eindrücke dieser Filme sind mit starken Emotionen verknüpft.
    Ähnlich geht es mir beim Lesen. Für mich werden die ersten Bände der Fantasyreihe "Drachenlanze" unausweichlich mit dem Soundtrack vom Horrorfilm "Trick or Treat" verknüpft bleiben. Die Kassette (ja, ich bin älter) lief immer rauf und runter.
    Okay, ich kann auch gut mit ACDC oder Tom Waits schreiben. Die "Schrottplatz"-Musik von Waits sorgt für die nötige Energie, um voller Elan in die Tasten zu hauen. Einsteigern empfehle ich gerne "16 Shells from a Thirty-Ought-Six" oder "Jockey Full Of Bourbon". Tom Waits kann ich sehr gut hören, da mich die (völlig unverständlichen) Texte nicht ablenken.
    Ich bin also nicht allein ... gut zu wissen.
    Mit bestem Gruß

    Markus